Chartern 2021 – Was tun ?

 Die Coronafallzahlen sind in vielen Ländern im August und September wieder angestiegen. Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes“ schrecken viele Segler vor Buchungen ab. Zudem sind die „exotischen“ Reviere mit ihren langen Fluganreisen für viele Segler ein No go ! Was soll man tun für nächstes Jahr ?

Zunächst haben alle, die 2020 wegen Corona nicht auf die Planken konnten, von den Vercharterern Ausweichtermine oder Gutschriften für 2021 bekommen. Der Segeltörn kann also 2021 nachgeholt werden, manche schwören darauf 2021 sogar einen zweiten zusätzlichen Törn zu buchen, wenn sich die vertrackte Corona – Situation nur beruhigt.

Wie aber vorgehen, wenn man wie in den vergangenen jahren den Frühbucherrabatt sichern will und ein gut erhaltenes Schiff neueren Baujahrs buchen will ?

 

1, Verlustrisiko reduzieren

Alle Vercharterer, mit denen wir zusammenarbeiteten, boten für Törns, die wegen Corona nicht durchgeführt werden konnten, Umbuchungen oder Gutschriften für 2021 an. Dabei musst nicht erst der Lockdown-Fall gegeben sein, es reichte, wenn das Auswärtige Amt das Land oder die Region mit Reisewarnungen belegte oder der Flug von Seiten der Fluggesellschaft storniert wurde. Dies muss vor Vertragsabschluss geklärt sein !

2. Anzahlungssumme reduzieren

Viele Vercharterer haben schon zu Beginn der Pandemie die Anzahlungssumme auf 10 bis max. 30% reduziert. Das ermöglicht im Zweifelsfall auch die rechtzeitige Stornierung des Chartervertrages, ohne größeren Geldverlust. Wer auch erwägt, eventuell ganz aus dem Vertrag auszusteigen, soll sich rechtzeitig über die Stronierungsbedingungen informieren.

3. Reisealternativen

Reviere, die mit dem Auto gut zu erreichen sind, waren in den letzten Monaten gefragt. Da in Zukunft zu erwarten ist, das Reisewarnungen stärker regional ausgesprochen werden, wie im August/September 2020 in Kroatien, sollte man Vercharterer bevorzugen, die in mehreren Ländern mit mehreren Stützpunkten vertreten sind. Umbuchungen werden dadurch leichten.

4. Zahlungsabsicherungen

Der Schutz vor der Insolvenz der Vercharterer wird kaum noch angeboten. Sicherungsscheine sind kaum noch erhältlich. Hier sollte man allerdings den Markt genau verfolgen und schauen, wer diese Absicherungen wieder anbieten wird.Yacht Pool offeriert  aktuell ein „Trust-System“ an. Anzahlungen für Charterverträge werden auf ein Treuhandkonto überwiesen und erst bei Törnbeginn an den Vercharterer ausbezahlt. Wird die Firma insolvent, erhält man das Geld sofort zurück. Gute Idee bei den Firmen, die bei Yacht Pool auf der Partnerliste sind.

5. Mit 2021 beginnt wieder ein weitgehend normales Segeljahr. Viele, die 2020 über uns umgebucht haben, sind darüber nicht ganz unglücklich. 2021 wir der Törn nachgeholt und manch einer hat schon angedeutet, dann ein zweites Mal zu buchen und  richtig nachzuholen. Hoffen wir, das die Pandemie abebbt oder der Impfstoff kommt.